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Gebündeltes Engagement für Erdgasmobilität

Ein starkes Bündnis für mehr Erdgasmobilität hat sich in Nordrhein-Westfalen formiert. Angesichts der stetig wachsenden Emissionen im Verkehr sprechen sich die drei Landesgruppen der Verbände DVGW, BDEW, VKU sowie der VVWL NRW für eine technologieoffene Herangehensweise in der Verkehrspolitik aus und betonen, dass Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff bei der Umsetzung der Verkehrswende eine wichtige Rolle einnehmen.

Dass in mehreren nordrhein-westfälischen Städten Dieselverbote drohen, würde deutlich machen, dass die bisherigen Instrumente zur Schadstoffemissionsminderung nicht greifen, so die Verbände. "Wir brauchen hier eine echte Technologieoffenheit, die es ermöglicht, dass gasbasierte Kraftstoffe ihr Potenzial ausspielen können", sagte Dietrich Gerstein, Experte für Mobilität beim DVGW auf dem zweiten "Runden Tisch" für Gasmobilität in Bochum.

Diese Auffassung vertritt auch die Landesinitiative Rheinland-Pfalz gibt Gas, die sich im Nachbarbundesland die Aufgabe gesetzt hat, die Elektro- und Erdgasmobilität gleichermaßen ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu rücken. "Wir können die Forderungen, die die Verbände in ihrem gemeinsamen Positionspapier veröffentlicht haben, nur unterstreichen", sagt Vorstand Dr. Markus Spitz.

In dem Positionspapier plädieren die nordrhein-westfälischen Verbände dafür, dass gasbetriebenen PKW, Busse und LKW bessere Chancen eingeräumt werden. Um Benzin- und Dieselantriebe kurz- und mittelfristig zu ersetzen, heißt es, seien vor allem CNG- und LNG-Antriebe eine Option. "Sie können zu 100 Prozent regenerativ werden und somit signifikant zur Treibhausgas-Reduktion beitragen", argumentieren die Verfasser. Weil sie signifikant weniger Treibhausgase, Stickoxide und Feinstaub ausstoßen, seien sie insbesondere für den Einsatz in Innenstädten prädestiniert und besonders dort wo es keine Alternativen gebe, wie bei schweren LKW auf der Langstrecke.

Die Möglichkeiten, die Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff bieten, seien – obwohl die Zulassungszahlen kontinuierlich steigen – aus Sicht der Verbände noch längst nicht ausgeschöpft. Das findet auch Rheinland-Pfalz gibt Gas. "Die Verlängerung der Steuerermäßigung für Erdgas bis 2026 und die Befreiung von Erdgas-LKW von der Mautabgabe sind ein guter Anfang", betont Dr. Markus Spitz. Aber bei diesen Maßnahmen dürfe es nicht bleiben. Damit der Marktanteil von Erdgasfahrzeugen weiter wachse, müsse die Politik an ihre bisherigen Bestrebungen anknüpfen.