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Erdgas und Elektro: Pkw-Neuzulassungen steigen massiv an

Der Dieselskandal und das wachsende Umweltbewusstsein der Autofahrer machen sich bemerkbar: Die Zulassungszahlen für Pkw mit alternativen Antrieben haben in diesem Jahr stärker denn je angezogen. Den höchsten prozentualen Zuwachs verzeichnen Erdgasautos.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden von Januar bis Oktober insgesamt 10.263 Pkw mit dem umweltschonenden Antrieb neu zugelassen. Das entspricht einer Steigerung von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Und auch Elektroautos rollen zunehmend auf den Straßen: Mit 27.964 Neuzulassungen erzielte der Antrieb ein Plus von 50,2 Prozent. Die Zahl der neu zugelassenen Diesel-Pkw ist dagegen um rund 19 Prozent gefallen.

"Die Entwicklung zeigt deutlich, dass die Autofahrer umdenken", sagt Dr. Markus Spitz, Vorstandsvorsitzender von Rheinland-Pfalz gibt Gas. "Gefragt sind Antriebslösungen, die zur Luftreinhaltung beitragen und mit denen man auch in den nächsten Jahren noch problemlos in jede Innenstadt fahren kann." Das spiegele sich in den Zulassungszahlen wider.

Dass sich Erdgas und Elektro-Pkw auf Wachstumskurs befinden, führt die Initiative zudem auf die Fördermaßnahmen zurück, die die Bundesregierung in die Wege geleitet hat. So wurde dieses Jahr beispielsweise für Firmenwagen mit Hybrid- oder Elektroantrieb eine steuerliche Vergünstigung geschaffen. Für Erdgasfahrzeuge gilt der Steuervorteil jedoch nicht. "Das sollte sich so bald wie möglich ändern", betont Spitz. Nur wenn Erdgas und Elektro gleichberechtigt gefördert werden, könne sich der positive Trend fortsetzen und die Verkehrswende erfolgreich umgesetzt werden. Grund ist die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Antriebe: Während Erdgasautos sich vor allem durch ihre hohe Reichweite und kurze Tankzeiten auszeichnen, sind Stromer für kurze Strecken in städtischen Ballungsräumen prädestiniert.