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Neue Klimastudie in Arbeit: ADAC attestiert Erdgasauto die beste CO2-Bilanz

Noch diesen Herbst wird es eine neue Studie der Forschungsgesellschaft Joanneum Research geben, die zeigt, welche Antriebsart die geringsten Schadstoffe verursacht, wenn man den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs betrachtet. Der ADAC veröffentlichte diese Woche eine Vorabauswertung der Daten. Sie ergab, dass das Erdgas in der Klimabilanz am besten abschneidet.

Wird dem Lebenszyklus eines Kompaktwagens der aktuelle deutsche Strommix zugrunde gelegt, schneidet Erdgas am besten ab. Quelle: ADAC

„Die Auswertungen zeigen, dass aktuell in der Golfklasse das Erdgasfahrzeug eine sehr gute Bilanz aufweist“, heißt es in der aktueller Pressemitteilung des ADAC dazu. Legt man den aktuellen deutschen Strommix zugrunde, liege sein Treibhausgasausstoß über den gesamten Lebenszyklus unter dem des Elektroautos – und mit dem Einsatz von nur 15 Prozent Bio-Methan. Hätte man dessen Anteil in der Betrachtung erhöht, wäre die Klimabilanz für den alternativen Antrieb noch besser ausgefallen, so der Verkehrsclub.

Das Elektroauto kann seine Vorteile unter den aktuellen Voraussetzungen dagegen erst nach sehr vielen Kilometern ausspielen. Bei Nutzung des deutschen Strommix ist es im Vergleich zu Benzin erst nach ca. 127.500 km oder 8,5 Betriebsjahren klimafreundlicher unterwegs. Um umweltschonender als Diesel zu sein, braucht es sogar noch länger: 14,6 Betriebsjahre oder 219.000 km Wegstrecke. „Ursache hierfür ist die aufwendige Produktion der Batterien, die bereits einen großen „Treibhausgas-Rucksack" mit sich bringt, der über die Zeit der Fahrzeugnutzung erst amortisiert werden muss“, erklärt der ADAC.

Erst mit Nutzung von reinem Ökostrom verbessert sich die Klimabilanz des Stromautos: In diesem Fall amortisieren sich die hohen Treibhausgas-Emissionen aus der Herstellung schon nach ca. 37.500 km gegenüber dem Benziner, nach ca. 40.500 km gegenüber dem Diesel, nach 48.000 km gegenüber einem Erdgasauto und ab 115.500 km im Vergleich zu einem Brennstoffzellenfahrzeug mit Wasserstoff aus regenerativer Quelle. Um diese Bilanz zu erreichen, betont der ADAC sei aber „der Ausbau der erneuerbaren Quellen zur Stromerzeugung zwingend erforderlich“, um ein ausreichendes Angebot regenerativ erzeugter Energien schaffen zu können.

Weitere Zahlen will der ADAC Ende September veröffentlichen. Dann soll eine umfangreiche und auf aktuellen Daten basierende Treibhausgas-Bilanz der Forschungsgesellschaft Joanneum Research erscheinen, die u.a. von der FIA in Auftrag gegeben wurde.