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Neue Akku-Technologie verspricht hohe Reichweiten

Ein deutsch-niederländisches Forscherteam arbeitet aktuell an einem neuen Akku-Verfahren, das dank Nanotechnologie beispielsweise bei Elektrofahrzeugen Reichweiten von über 1.000 Kilometern erzielen soll.

Ein marktübliches E-Auto soll innerhalb von zehn Minuten zu etwa 80 Prozent und innerhalb von 20 Minuten dann vollständig aufgeladen sein. Bild: Pixabay

Europa will in den nächsten Jahren bei der Forschung und Produktion von Batterien eine Führungsrolle einnehmen. Eine neue Technologie namens „Spatial Atom Layer Deposition“ (SALD) soll in Zukunft nicht nur die Ladeleistungen von Batterien erheblich erhöhen, sondern auch weitaus höhere Kapazitäten möglich machen. Entwickelt wurde das Verfahren von einem niederländischen Unternehmen, deutschen Fraunhofer-Instituten sowie der niederländischen Forschungseinrichtung TNO. Um die industrielle Massenproduktion zu vermarkten, wurde nun eine neue Firma, Sald BV, ansässig in Eindhoven, gegründet.

Generell handelt es sich bei der SALD-Technologie um Lithium-Ionen-Batterien. Der Unterschied liegt jedoch im Produktionsprozess. Der Clou an der neuen Technologie liegt ist die Nanobeschichtung. In einem patentierten Verfahren werden Beschichtungen aufgetragen, die in etwa nur so dünn wie ein einziges Atom sind. Überträgt man dies auf die Akku-Fertigung, bedeutet das, dass die Ausnutzung des Materials signifikant erhöht wird. Da die elektro-chemische Reaktion hauptsächlich an der Oberfläche stattfindet, ist das Innere des Bauteils davon nicht betroffen. Schlussendlich könnte so die verwendete Menge von Schwermetallen wie Kobalt, Nickel oder Mangan durch die nur noch extrem dünn aufgetragene Schicht stark reduziert werden.

Das Unternehmen verspricht sich von der Technologie nicht nur dreimal höhere Reichweiten sondern auch fünfmal schnellere Ladezeiten. Vor 2022/23 rechnet Sald BV jedoch nicht damit, dass die neuen Akkus in E-Autos eingebaut werden können.