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Škoda stellt ersten Elektro-SUV vor

Škoda gilt als einer der führenden Hersteller für Erdgasautos. Mit seinem ersten Elektro-SUV will der tschechische Hersteller nun auch seinen Marktanteil im Elektrosegment ausbauen. Den ENYAQ iV soll es mit zwei Antriebsvarianten, drei Batteriegrößen und fünf Leistungsstufen geben – mit Reichweiten von bis zu 500 Kilometern.

Die Markteinführung für seinen ersten Elektro-SUV plant Škoda für Anfang 2021. Bildquelle: ŠKODA AUTO Deutschland GmbH

Octavia, Scala, Citigo, Kamiq – alle umsatzstarken Modelle von Škoda gibt es als Erdgasvariante. Neben seiner groß angelegten CNG-Offensive erweitert der tschechische Autobauer nun auch seine Elektro-Modellpalette: Nach dem erfolgreichen Marktstart des CITIGOe iV und dem SUPERB iV soll noch dieses Jahr die Serienproduktion des ENYAQ iV anlaufen. Für Anfang 2021 ist die Markteinführung geplant. Für Škoda markiert das Modell „den Beginn einer neuen Ära“, so Bernhard Maier, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto, denn für den Autobauer ist der ENYAQ iV das erste Serienmodell auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) und gleichzeitig der erste Elektro-SUV.

Bei den Autofahrern soll der sportliche Stadtgeländewagen mit hoher Reichweite und kurzen Ladezeiten punkten. Beides fällt je nach Modell unterschiedlich aus, denn der Škoda ENYAQ iV wird mit verschiedenen Batteriegrößen und fünf Leistungsstufen angeboten: Die 109 kW-starke Einstiegsvariante mit Lithium-Ionen-Batterie legt bereits eine maximale Reichweite von 340 Kilometern vor. Die leistungsstärkere Version, der Škoda ENYAQ iV 60, kommt mit seinem 62-kWh-Akku (netto 77 kWh) bis zu 390 Kilometer weit. Die größte Reichweite jedoch bietet der Škoda ENYAQ iV 80 mit 150 kW. Ihn gibt es gleich in zwei Varianten – mit einem zweiten Elektromotor und Allradantrieb als 80X mit 195 kW und vRS mit 225 kW. Beide Allradversionen legen ohne Tankstopp bis zu 460 Kilometer zurück. 

Was Autofahrer ebenfalls gefallen dürfte: Im besten Fall kann man den Elektro-SUV in vierzig Minuten laden und zwar an einer 125 kW-Schnellladesäule mit Gleichstrom. Hier ist der Akku in einer knappen dreiviertel Stunde wieder von 10 auf 80 Prozent Leistung. Das Fahrzeug lässt sich aber auch an einer haushaltsüblichen 230-Volt-Steckdose mit 2,3 kW Wechselstrom oder über Nacht an einer Wallbox mit bis zu 11 kW aufladen. Tagsüber überzeugt das 4,6 m lange und 1,8 Meter breite Modell mit seinem großen Raumangebot. Das Kofferraumvolumen beträgt 585 Liter. Die Ladekante hat der Hersteller für einen SUV absichtlich niedrig angesetzt, damit sich auch schwere und sperrige Gegenstände mühelos einladen lassen. Hinzu kommen zahlreiche Infotainmentlösungen im neu gestalteten Innenraum – vom 13-Zoll-Display bis hin zum Head-up-Display mit Augmented Reality. Bis Ende 2022 sollen noch weitere Elektrofahrzeuge dazukommen. Škoda plant eine Modelloffensive mit mehr als zehn elektrifizierten iV-Modellen.