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Höhere Prämien für E-Autos und Plug-in-Hybride

Zum 1. Juli klettert der Umweltbonus, mit dem E-Autos und Plug-in-Hybride von der Bundesregierung bezuschusst werden, auf bis zu 9.000 Euro. Das dürfte künftig noch mehr Autokäufer dazu animieren, auf Elektromobilität umzusteigen.

Die Kaufprämie für reine E-Autos wie den Renault Zoe steigt zum 1. Juli auf bis zu 9.000 Euro. Bildquelle: Renault Retail Group

Als Teil des Corona-Konjunkturprogramms verdoppelt der Bund seinen Anteil an der Kaufprämie für reine E-Autos auf 6.000 Euro. Der Anteil der Automobilhersteller, die die Förderung mittragen, bleibt unverändert bei 3.000 Euro. Käufer dürfen sich demnach über einen satten Zuschuss freuen: Insgesamt gibt es 9.000 Euro, wenn der Listenneupreis ihres Neuwagens maximal 40.000 Euro beträgt. Im Preissegment 40.000 bis 65.000 Euro steuert der Staat 7.000 Euro bei. 5.000 trägt der Bund, 2.500 Euro der Hersteller. Von den erhöhten Prämien profitiert auch, wer einen Plug-in-Hybrid erwirbt. Für Fahrzeuge der niedrigen Preisklasse gibt es demnächst 2.250 Euro mehr. Für Hybrid-Modelle bis 65.000 Euro immerhin 1.875 Euro mehr.

RLP gibt Gas begrüßt die Erhöhung, „weil sie sich bewährt hat und den Markt für E-Autos kräftig anschiebt“, betont Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Spitz. Das zeigen die Zulassungszahlungszahlen für den alternativen Antrieb. Im 1. Halbjahr 2020 sind sie für E-Autos und Plug-in-Hybride trotz Corona teilweise im dreistelligen Bereich gestiegen. Eine ebenso starke Finanzspritze vom Bund fordert die Initiative für Erdgasautos. Mit Bio-Erdgas im Tank sind sie genauso klimaneutral unterwegs wie batterieelektrische Fahrzeuge, die Solarstrom tanken.

Der Umweltbonus gilt übrigens auch für junge gebrauchte E-Autos. Einzige Voraussetzung ist, dass der jeweilige Wagen vom Ersterwerber weder als Dienst- noch als Firmenwagen verwendet wurde. Zudem wollen die Automobilhersteller ihre Anstrengungen hinsichtlich der Etablierung von E-Autos im Massenmarkt intensivieren. Um die Klimaziele 2030 zu erreichen, werden laut Experten sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland notwendig sein. Der Bestand liegt aktuell bei rund 136.600 Fahrzeugen. Laut Kraftfahrtbundesamt sind das 53.000 Einheiten mehr als im Vorjahr.