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Deutschland im Staatenranking beim Klimaschutz leicht verbessert

Jedes Jahr werden 60 Staaten und die EU von Umweltschutzorganisationen in Sachen Klimaschutz bewertet. Deutschland erreicht den 13. Platz (Vorjahr Platz 19). Ein großes Problem in Deutschland ist das hohe Emissionsniveau pro Kopf und der Verkehrssektor.

Die ausgewählten 60 Länder, die für 90 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, werden in den Kategorien Treibhausgasemissionen, erneuerbare Energien, Energieverbrauch und Klimapolitik bewertet. Auf den ersten Plätzen liegen Dänemark, Norwegen, Großbritannien und Marokko.

China erreicht im Klimaschutz-Index Rang 37, die USA belegen nur Platz 55. Kanada, Iran, Saudi-Arabien und Kasachstan liegen in der Gesamtwertung wegen Ihrer Ölförderung auf den letzten Plätzen.

In den Teildisziplinen wie z.B. der Klimapolitik liegt Australien ganz hinten, noch hinter Brasilien und Algerien. Aber auch in der EU gibt es in diesem Teilbereich sehr schlechte Vertreter wie Bulgarien, Ungarn, Polen, Rumänien und Tschechien.

Größtes Problem in Deutschland ist das hohe Emissionsniveau pro Kopf, der stockende Ausbau der erneuerbaren Energien, die bisher schwache Klimapolitik und die hohen Emissionen im Verkehrsbereich. Hier muss die neue Bundesregierung schnelle Fortschritte erzielen, wenn Deutschland im Ranking der Staaten weiter aufsteigen will.

Im Verkehrssektor ist man durch die hohe Förderung mit der Elektromobilität zwar auf einem guten Weg, allerdings fehlt es noch an ausreichenden Lademöglichkeiten, vor allem dann, wenn die Anzahl der „reinen“ E-Autos von heute etwas über 500.000 auf fast 15 Millionen im Jahr 2030 steigen soll. Vor diesem Hintergrund ist der etwas umstrittene Plug-in-Hybride vielleicht doch nicht so schlecht wie er gemacht wird. Letztendlich liegt es an jedem selbst, ob nur Steuervorteile abgegriffen werden oder ob man auch wirklich elektrisch fährt.

Eine weitere ausgereifte Technologie wird aber nach wie vor vernachlässigt. Erdgasfahrzeuge, die mit Bio-CNG (CNG = Compressed Natural Gas) betankt werden, können einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bio-CNG wird als erneuerbarer Kraftstoff z.B. aus Rest- und Abfallstoffen wie Stroh produziert und ist seit Januar 2021 von der CO2-Steuer befreit, da dieser Kraftstoff bis zu 90% CO2 gegenüber Diesel und Benzin einspart. Selbst konventionelles Erdgas spart gegenüber Benzin und Diesel bis zu 35% CO2, bis zu 99% Feinstaub und bis zu 96 % Stickoxide ein. Jedes Erdgasfahrzeug das Bio-CNG tankt, wird sofort zum „grünen Verbrenner“. Mit Bio-CNG fährt man deutlich günstiger als mit Benzin und Diesel, verbessert die eigene Klimabilanz und Reichweitenprobleme oder lange Ladezeiten sind kein Thema.