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Vorsicht bei Elektro-Prämie

Autokäufer müssen sich aktuell auf lange Lieferzeiten einstellen. Gründe dafür gibt es viele: Eine hohe Nachfrage bei Elektrofahrzeugen, Lieferschwierigkeiten bei Halbleitern und der Krieg in der Ukraine, wo Kabel und Kabelsysteme herkommen. Wer nun ein Elektrofahrzeug bestellt hat, für den könnte die lange Wartezeit richtig teuer werden, denn die Förderprämie des Bundes ist nur noch für 2022 garantiert.

Lange Lieferzeiten bei E-Autos + Plug-in-Hybriden Foto: Tommy Krombacher, Unsplash

Elektrofahrzeuge mit einem Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro werden derzeit mit einer Prämie von 9.000 Euro gefördert. Bei Plug-in-Hybriden gibt es bis zu 6.750 Euro. Zwei Drittel davon kommen vom Staat, wenn der Händler das restliche Drittel zuschießt. Diese üppige Subventionsregelung gilt jedoch nur bis Ende 2022. Was danach kommt ist ungewiss.

Wichtig für alle Käufer ist, dass der Anspruch auf die Prämie erst mit dem Tag der Zulassung entsteht, die aber bei einer langen Lieferzeit unter Umständen erst in 2023 liegen könnte. Deshalb wäre eine Regeländerung dergestalt sinnvoll, dass bei Abschluss eines Kauf- oder Leasingvertrages eine Möglichkeit zur Reservierung der Fördersumme für z.B. 12 Monate eingeräumt wird. Nur so lässt sich eine Verunsicherung von E-Auto-Interessenten vermeiden, sagt Dr. Markus Spitz, Vorstandsvorsitzender der Initiative Rheinland-Pfalz gibt Gas e.V..

Wie schwierig die Liefersituation der Autohersteller aktuell ist, zeigt sich auch bei VW durch den vorläufigen Bestellstopp für mehrere Modelle mit Hybridantrieb.