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Verbrenner aus ab 2035: Auch alternative Technologien wie synthetische Kraftstoffe oder Biogas sind stark bedroht

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Das EU-Parlament hat am 08.06.2022 beschlossen, dass ab 2035 nur PKW und Transporter bis 3,5 Tonnen auf den Markt kommen dürfen, die keine Treibhausgase emittieren. Ende Juni muss der Vorschlag noch von den Ministern der Mitgliedsstaaten validiert werden, bevor er im Herbst endgültig verabschiedet wird.

Leider verhindert dieser Beschluss, dass andere verfügbaren Lösungen, einschließlich mit Biogas betriebene Fahrzeuge, in zunehmendem Maße zum Dekarbonisierungsprozess beitragen und die Elektromobilität sofort ergänzen könnten. In Deutschland stammen schon mehr als 80 % des verkauften CNG (Compressed Natural Gas) aus Biomethan aus Rest und Abfallstoffen.

Der Vorschlag der Europäischen Kommission besagt, dass alle Autos zu "Null-Emissions-Autos" werden sollen, also kein Kohlendioxid aus dem Auspuff ausstoßen, somit entweder vollelekrisch oder wasserstoffbetriebene Autos sein sollen.

Über diesen Ansatz kann man geteilter Meinung sein, weil alle Autos Umwelt- und Klimaauswirkungen haben, wenn man den gesamten Lebenszyklus von Auto und Kraftstoff betrachtet und nicht nur das misst, was am Auspuff rauskommt.

Rheinland-Pfalz gibt Gas bedauert diese Entscheidung, denn nur mit der Elektromobilität werden sich im Verkehr die ambitionierten Klimaschutzziele nicht erreichen lassen. Dass es auch anders geht, zeigt Norwegen. In diesem nicht EU-Land wurden im letzten Jahr Biogas mit Elektro und Wasserstoff gleichgestellt!

In Rheinland-Pfalz wird an über 60% aller Erdgastankstellen BioCNG getankt.