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VW und seine Partner sehen CNG im Aufwind

Vor sechs Monaten startete der Volkswagen-Konzern gemeinsam mit Industriepartnern eine Informationsoffensive, um Erdgas als Kraftstoff und Erdgasfahrzeuge zu stärken. Bei den CNG Mobility Days am 6. und 7. November in Essen zog das Aktionsbündnis ein positives Fazit. Die öffentliche Wahrnehmung für den alternativen Antrieb habe sich deutlich verbessert und auch die Zulassungszahlen für Erdgasfahrzeuge ziehen wieder an.

Der Volkswagen-Konzern setzt neben Elektromobilität verstärkt auf Erdgasfahrzeuge, um den Kohlendioxid-Ausstoß signifikant zu senken. Denn CNG verursacht bei der Verbrennung im Motor 25 Prozent weniger CO2 als Benzin und emittiert nahezu keinen Feinstaub sowie deutlich weniger Stickoxide als zum Beispiel Diesel. Im Portfolio des Konzerns und seiner Tochterunternehmen finden sich deshalb auch 16 erdgasbetriebene Modelle. Die zwei neuesten – der VW Polo TGI und der Seat Ibizia TGI – wurden während der CNG Mobility Days in Essen erstmals in Deutschland gezeigt. Außerdem kamen 2017 der Audi A4 g-tron und der Audi A5 g-tron auf den Markt.

Auch jetzt bekräftigte das Bündnis CNG-Mobilität - dem neben VW auch Gasverosrger, Netz- und Tankstellenbetreiber angehören - das Ziel, bis 2025 die Zahl der Erdgasfahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu verzehnfachen. Rund eine Million sollen dann unterwegs sein. Die Zulassungszahlen des KBA zeigen derzeit ein steigendes Interesse an CNG-Modellen. Seit Juli 2017 liegen die Zulassungszahlen wieder konstant über denen des Vorjahres, wie VW berichtet. Allein im Oktober seien 34,8 Prozent mehr zugelassen worden als im Oktober 2016. Mit steigender Autozahl will das Aktionsbündnis auch das Tankstellennetz ausbauen – auf bis zu 2.000 Stationen im Jahr 2025. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die zunehmende Einspeisung von Bioerdgas. Damit können die ohnehin schon geringeren CO2- Emissionen von Erdgasfahrzeugen noch einmal deutlich gesenkt werden.